Mit 30.000 Kunden täglich ist der Grazer Hauptbahnhof einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Österreichs, der aktuell im Zuge des Projekts „Graz Hauptbahnhof 2020“ umgebaut und komplett neu gestaltet wird. Blickfang ist das markante „Wellendach“ der Architekten Zechner & Zechner, das in zwei großen Bögen die Bahnsteige überspannt.
Für die lichttechnische Gestaltung stellt das Daches aufgrund seiner geschwugenen Form eine besondere Herausforderung dar. Anforderungen der ÖBB an die Beleuchtung waren Wirtschaftlichkeit der Leuchten, Gleichmäßigkeit der Beleuchtung, Blendungsvermeidung, Effizienz und Wartungsfreundlichkeit und die Einhaltung der technischen Spezifikationen bezüglich des Beleuchtungsniveaus. Daher wurden im Vorfeld von der für die Lichtplanung zuständigen Firma podpod desgin verschiedene Technologien, konventionelle wie LED-Leuchten, getestet und verglichen.
Drastisch gesenkt werden konnte der Energieverbrauch schlussendlich mit den energieeffizeinten LEDgine-Modulen von Philips. Für den Bahnhof wurden dann gemäß der Vorgaben ein System mit rund 1.000 Sonderleuchten entwickelt, deren Austauschbarkeit durch die Standardisierung der Module gewährleistet ist. Das „architektur“ Fachmagazin schreibt online: „Ein weiterer Faktor, welcher der LED zugutekam, ist deren präzise Lichtverteilung. Das Licht trifft wirklich nur auf die Flächen, auf die es auch wirklich treffen soll, und mittels Konstantlichtstromregelung kann über den ganzen Lebenszyklus die erforderliche Beleuchtungsstärke sehr genau einhalten werden.“
Albert Ganser, Projektmanager für Energietechnik der ÖBB Graz, sagt: „Die neue Bahnsteigbeleuchtung ist etwas ganz Besonderes: An den Dachkanten wurden LED-Leuchten eingebaut, die für ein gleichmäßiges, helles Licht und somit für mehr Sicherheit unserer Fahrgäste sorgen. Weiters sind die neuen Beleuchtungskörper so angebracht, dass unsere Zugführer beim Einfahren in den Bahnsteig nicht geblendet werden. Und ein weiterer Vorteil ergibt sich aufgrund der langen Lebensdauer von LED, denn der Wartungsaufwand reduziert sich auf ein Minimum. Alles in allem ist der Bahnhof nicht nur besser beleuchtet, auch der Umwelt wird etwas Gutes getan“. Durch die neue Beleuchtung werden in diesem Bereich eine Energieeinsparung von mindestens 40 Prozent und eine CO2-Reduktion von etwas mehr als 50 Tonnen pro Jahr erreicht.



