In Kooperation mit den Fraunhofer Institut für Produktion und Automatisierung hat die NTS Energie- und Transportsysteme GmbH ein smartes Konzept erdacht. Flugbewegungen der Drachen treiben einen Generator an, der die entstandende Bewegungs- in elektrische Energie umwandelt. Die Kites fangen den Wind in 300 bis 500 Metern Höhe ein. Dabei sind sie mit bis zu 700 Metern langen Seilen an Wagen befestigt, die sie über einen Schienenrundkurs ziehen. Die Wagen wiederum sind ihrerseits mit Steuerungs- und Meßtechnik ausgestattet.
Diese Methode bietet einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Windkraftanlagen. Denn mit zunehmender Höhe steigt nicht nur die Stärke des Windes an, sondern auch dessen Verfügbarkeit. computer-automation.de: „Eine Windgeschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde ist in 10 Metern Höhe nur zu ungefähr 35 Prozent und in 500 Metern Höhe schon zu 70 Prozent des Jahres zu messen. Somit kommen neue Standorte im Flachland für die Stromerzeugung durch Wind infrage. Ein weiterer Vorteil: Die Materialkosten für den Bau einer solchen Anlage sind deutlich geringer. Es wird kein hunderte von Tonnen schwerer Turm benötigt.“
Die Energieausbeute eines Kites wird so deutlich höher als die eines Windrades. Bis zu 120 Gigawattstunden pro Jahr könnten künftig von einer Drachen-Windkraftanlage erzeugt werden. Bisher wurde die Technologie auf geraden Strecken getestet, jetzt soll der erste Rundkurs gebaut werden. Noch bis Mitte November läuft die Finanzierung via Crowdfunding Plattform Green Crowding, im kommenden Jahr soll mit dem Bau begonnen werden.



