Auf derselben Fläche lässt sich mit einer Kombination aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen bis zu doppelt so viel Strom erzeugen. 
Bisher wurde davon ausgegangen, dass der Schattenwurf der Windtürme auf die Solaranlage zu große Ertragseinbußen bewirkt. Foto: Fotomontage Tom Baerwald/Solarpraxis

Solar- und Windkraftanlagen ergänzen sich besser als bisher angenommen. Die Verschattungsverluste durch die Windtürme liegen bei nur ein bis zwei Prozent, so eine Studie des Reiner Lemoine Instituts und der Solarpraxis AG. Zudem muss das Stromnetz für ein Kombikraftwerk nicht ausgebaut werden, da Wind- und Solaranlagen zu unterschiedlichen Zeiten Strom produzieren und gemeinsam beständiger Energie ins Netz einspeisen als ein reines Wind- oder Solarkraftwerk.
 
Für die Studie wurden verschiedene Szenarien simuliert und detaillierte Verschattungsanalysen durchgeführt. „Wir haben auch berechnet, wie sich die Kombination von Photovoltaik- und Windkraftanlagen global und regional auf die Stromnetze auswirkt“, sagt Dr. Christian Breyer, Geschäftsführer des Reiner Lemoine Instituts. „Sie hat positive Auswirkungen auf die Netzstabilität, da Windkraft und Photovoltaik gemeinsam deutlich stetiger Strom ins Netz einspeisen.“ Während Windenergieanlagen zum Beispiel in den Wintermonaten durch das größere Windaufkommen besonders viel Strom produzieren, gleichen Solaranlagen die geringere Energieerzeugung der Windkraft im Sommer durch eine hohe Solarstromerzeugung aus.
 
Im nächsten Jahr soll eine bestehende Photovoltaikanlage nahe Templin im deutschen Brandenburg als Pilotprojekt mit Windkraftanlagen nachgerüstet werden. 

Solarpraxis AG 
 

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