Die deutsche Bundesregierung will ab April mit einem millionenschweren Subventionsprogramm kleine Solarstromspeicher für Haushalte fördern.
Die neue Förderung soll motivieren, mehr Strom selbst zu erzeugen und zu verbrauchen. Foto: commons.wikimedia.org
Von einem etwa 50 Millionen Euro großen Fördertopf ist die Rede. Mit dem Programm soll die Entwicklung der Speichertechnologie angestoßen werden, um langfristig die Stromnetze zu entlasten und die Bundesbürger zu motivieren, noch mehr Strom selbst zu produzieren und zu verbrauchen. Geplant ist, dass die Förderung nur für neu gebaute Anlagen gilt. Ein Haushalt soll mit 2000 bis 3000 Euro gefördert werden.

Das Förderprogramm sei „nicht durchdacht“, wird die Hauptgeschäftsführerin des Branchenverbandes BDEW, Hildegard Müller, auf welt.de zitiert. Betreiber von Photovoltaikanlagen erhielten damit eine Doppelförderung, die alle Stromkunden zahlen müssen. Laut taz.de sprach Müller „von einem „Entsolidarisierungseffekte im Energiesystem“. Wenn Solarbetreiber ihren Strom selbst verbrauchen, wird er größtenteils nicht mehr gefördert. Trotzdem zeigen einige Studien, dass damit kein finanzieller Vorteil für die Allgemeinheit zu erzielen sei, weil dem Staat Stromsteuer und Netzentgelte entgehen.“

taz.de berichtet weiter: „Felix Matthes, Energieexperte des Ökoinstituts und nicht verbandelt mit einer Lobbyorganisation, kritisiert das Vorhaben: „Das ist Teil des Deals mit der Photovoltaik-Industrie, um den Unternehmen die Kürzung der Solarförderung zu versüßen.““ Matthes bezeichnete das geplante Programm gegenüber der FAZ als „einfach nur Unsinn“, schreibt welt.de.

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