Siemens gibt eine Änderung der Geschäftsstrategie bekannt. Der Konzern plant die Auflösung und teilweise Veräußerung der „Division Solar & Hydro“. Siemens führt bereits Gespräche mit Interessenten.
Siemens errichtete das Solarkraftwerk San Donaci in der Provinz Puglia, Italien. Mit einer Spitzenleistung von 15 Megawatt (MW) versorgt das Solarkraftwerk seit Ende 2010 rund 5.500 italienische Haushalte mit sauberem Strom. Foto: Siemens
Siemens will sich im Bereich der erneuerbaren Energien neu aufstellen und künftig stärker auf Wind- und Wasserkraft konzentrieren. Das Unternehmen plant nach eigenen Aussagen, es wolle seine Bereiche Photovoltaik und Solarthermie auflösen oder veräußern. Als Grund gibt Siemens die veränderten Rahmenbedingungen und die rückläufigen Umsätze in der Photovoltaik-Branche an. Spezielle Produkte für Photovoltaik- und Solarthermie-Kraftwerke werde Siemens jedoch weiterhin anbieten. Bis zur Veräußerung werde das Geschäft in diesen Bereichen weitergeführt. Bestehende vertragliche Pflichten bleiben somit zunächst unberührt, wie es weiter hieß. Lösungen für Energiespeicher wolle Siemens auch weiterhin anbieten.

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Die erneuerbaren Energien gewinnen weltweit an Bedeutung. Siemens prognostiziert für 2030 einen regenerativ erzeugten Anteil von 28% am globalen Strommix. Der Stromverbrauch wird nach Einschätzung von Siemens bis dahin weltweit von zuletzt 22.100 Terawattstunden (TWh) auf 37.100 TWh steigen. Den größten Beitrag unter den erneuerbaren Energien werden weiterhin Wasserkraft und Windenergie leisten.

Die „Division Solar & Hydro“ hat nach Angaben  von Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz im niedrigen dreistelligen Millionenbereich erzielt und rund 800 Mitarbeiter, davon 200 in Deutschland.

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