Die weltweit erste BioCRACK Pilotanlage hat am 2. Juli eröffnet. Feste Biomasse wird dort auf direktem Wege in Dieselkraftstoff umgewandelt.
BioCRACK Input&Output: Mit dem neuen Verfahren in Schwechat kann man umweltfreundlich Biokraftstoff erzeugen. Foto: OMV
Bis Mitte 2014 wird das neue Verfahren in Schwechat getestet und nach Möglichkeit weiterentwickelt. Zu verdanken hat die OMV und die BDI (BioEnergy International AG) die Verwirklichung dieses Projekts zu einem großen Teil dem österreichischen „Klima und Energiefonds“, der mit seiner Förderung von 2 Mio. Euro wesentlich zur Entwicklung der BioCRACK Pilotanlage beigetragen hat.

"Mit dem direkten Verarbeiten von Holzabfällen ist es uns als erstes gelungen, modernste Biokraftstoffe ohne Agrarprodukte zu erzeugen“, so Infrastrukturministerin Doris Bures.

Die Biomasse, bestehend aus Abfallprodukten wie Holz oder Stroh, wird auf über 400°C erhitzt. So entsteht Diesel mit einem biogenen Anteil von bis zu 20 %. Der CO2-Ausstoß bleibt bei dieser Art der Erzeugung sehr gering.
Neben dieser erfreulichen Umweltbilanz, zählen zu den Vorteilen der BioCRACK Technologie unter anderem auch die energetisch verwertbaren Nebenprodukte (Bio-Kohle, Biogas etc.) und die Tatsache, dass sie aufgrund der Verwendung von Abfallprodukten keinen Platz auf Flächen, die für die Lebensmittelproduktion gebraucht werden, in Anspruch nimmt. Weltweit setzt man große Erwartungen in diese Form der Kraftstoffgewinnung.

Quelle: APA/OTS

www.omv.at

www.bdi-bioenergy.com

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