Von den knapp 54.985 Gigawattstunden (GWh), die im Vorjahr über öffentliche Netze an Endverbraucher abgegeben worden sind, stammten 79,3% aus erneuerbaren Energiequellen. Der Anteil des geförderten Ökostroms - also ohne Großwasserkraft - lag 2010 mit 5.905 GWh bei 10,7% und ist im Vergleich zu 2009 um einen Prozentpunkt beziehungsweise mehr als 10% gestiegen.
Insgesamt standen 2010 7.365 Anlagen in einem Vertragsverhältnis mit der Abwicklungsstelle OeMAG. Damit wurden knapp 18% mehr Anlagen gefördert als 2009. Von den 10,7% des eingespeisten Ökostroms stammte ein Drittel aus Windkraft. Ein weiteres Drittel kommt aus Biomasse sowie ein Fünftel aus Kleinwasserkraft. Obwohl bei der Photovoltaik die mit Abstand meisten Anlagen bestehen, resultieren daraus gemäß Bericht nur 0,5% der Ökostrom-Einspeisung.
2020-Ziele können übererfüllt werden
Bei der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern liegt Österreich mit einem Anteil von 68% (berechnet an der gesamten Stromerzeugung) im EU-Vergleich an der Spitze. Gut positioniert ist die Alpenrepublik auch beim Anteil der Erneuerbaren an der Gesamtenergieversorgung. Seit 2005, dem Berechnungszeitpunkt für die Erreichung der 20/20/20-Ziele der EU, sei der Anteil der Erneuerbaren am Bruttoendenergieverbrauch in Österreich um 24% gestiegen.
Ökostromgesetz forciert weiteren Ausbau
Die Einspeisetarife für geförderten Ökostrom wurden 2010 im Vergleich zu den Vorjahren angehoben. Damit kam der Ausbau wieder in Gang. 2011 blieben die Tarife stabil, was Kontinuität bei den Rahmenbedingungen brachte. Das der OeMAG zur Verfügung stehende Kontingent von jährlich 21 Mio. Euro war rasch ausgeschöpft. Aufgrund der Novelle des Ökostromgesetzes stand jedoch ab August 2011 ein Zusatzbudget von 80 Mio. Euro für Wind und 28 Mio. Euro für Photovoltaik zur Verfügung, um die Warteliste abzubauen. Durch die Zusage von jährlich 108 Mio. Euro an zusätzlicher Förderung für Wind und Photovoltaik und die seit dem Inkrafttreten der Novelle gestellten Neuanträge können rund 1,3 Terawattstunden (TWh) Ökostrom neu installiert werden.
In einer Input-Output-Analyse hat die E-Control zudem die volkswirtschaftlichen Effekte des neuen Ökostromgesetzes berechnet. Sie kommt dabei zum Schluss, dass über die Laufzeit des Baus und der Förderung von geförderten Ökostromanlagen in Summe 64.087 Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden. Die zusätzliche Wertschöpfung für die Unternehmen beträgt EUR 6,84 Mrd.
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Ökostrombericht 2011: Mehr Anlagen gefördert
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Bei der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern liegt Österreich mit einem Anteil von 68% (berechnet an der gesamten Stromerzeugung) im EU-Vergleich an der Spitze.



