Immer häufiger zeigt sich der Trend, dass „intelligente“ Häuser zu Smart Citys zusammengebunden werden. Die japanische Stadt Fujisawa ist ein derartiges Projekt. Sie soll den Wohnkomfort der Bewohner steigern und helfen, die Energieversorgung auf erneuerbare Quellen umzustellen.
Wie aus dem Bilderbuch wirkt die Anordnung der Häuser in der Ökostadt Fujisawa. Doch zählt der Umweltfaktor anscheinend mehr als der Wohlfühlfaktor in einer Stadt, in der ein Haus dem anderen gleicht.    Foto: panasonic
Den ökologischen Ruf der Zeit haben die großen Unternehmen längst erkannt. Neuland betritt indes der japanische Elektronikkonzern Panasonic: In der Nähe von Tokio entsteht eine Siedlung auf rein umweltfreundlicher Basis. Das japanische Unternehmen mit Sitz in Osaka hat sein Öko-Projekt "Smart Sustainable Town" (SST – dt. Intelligente Nachhaltige Stadt) getauft. Hauptbestandteil der grünen Siedlung sind die so genannten "eco-ideas"-Häuser, die mit Solarkollektoren und Brennstoffzellen Energie erzeugen, die in eigens vorgesehenen Akkus gespeichert wird. Nutznießer der Energiegewinnung sind Strom sparende Geräte. Das große Plus dieser energetisch autarken Häuser liegt neben der Umweltschonung in der vollkommenen Unabhängigkeit von Stromanbietern.

Bis 2013 sollen die ersten 300 Immobilien dieser Art in der rund 400.000 Einwohner zählenden Stadt Fujisawa südlich von Yokohama entstehen. Die Baukastenhäuser, von denen es im Laufe der Jahre insgesamt 1000 Stück geben soll, werden vom konzerneigenen Fertighausanbieter PanaHome entwickelt und aufgestellt. Der Preis: Rund 500.000 Dollar für Haus und Grundstück.

Ein Energiesystem, das auf den Ausstoß von Kohlendioxid vollkommen verzichtet, soll zudem Einkaufszentren sowie eine Elektroautoflotte mit Strom versorgen. Bis 2018 – der Konzern feiert dann nämlich seinen 100. Geburtstag - möchte sich Panasonic die Marktführerschaft im Bereich grüner Elektroindustrie sichern. Die Musterstadt in Fujisawa soll dabei helfen, obwohl es der Smart City im ersten Ausbauschritt an vollkommener Energieautarkie mangelt. So schaffen es die Solarzellen auf den Hausdächern zwar,  rund 70 Prozent des Strombedarfs der einzelnen Immobilien zu liefern. Doch ist mit den Photovoltaikanlagen der Energiebedarf der Stadt nur zu rund 20 Prozent zu decken.

news.panasonic.net

www.faz.net

Leserbriefe, Anmerkungen, Kommentare bitte an redaktion(at)energie-bau.at

ebau newsletter