Auf Europas Straßen und Autobahnen sind immer mehr emissionsfreie Lkw und Busse unterwegs. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die Einführung der ersten EU-CO₂-Normen für schwere Nutzfahrzeuge im Jahr 2025.
„Der europäische Lkw- und Bussektor befindet sich im Wandel, wobei Elektrobusse eine Vorreiterrolle einnehmen“, so Eamonn Mulholland, Senior Researcher am International Council on Clean Transportation (ICCT) mit Sitz in Berlin. „Im Jahr 2025 waren 58 % der neu verkauften Stadtbusse elektrisch. Auch bei mittelschweren Lkw und Transportern war die Nachfrage stark gestiegen, und emissionsfreie schwere Lkw zogen in der zweiten Jahreshälfte 2025 nach Inkrafttreten der EU-CO₂-Standards deutlich an.“
Europaweit wurden 2025 fast 24.000 elektrische Lkw und Busse zugelassen, was 4,5 % aller Lkw-Verkäufe und 25 % aller Bus-Verkäufe entsprach. Während die Gesamtzulassungen von Lkw und Bussen im Vergleich zu 2024 um 5 % zurückgingen, stieg die Zahl emissionsfreier Fahrzeuge um 60 %.
Elektrobusse sind Marktführer; mittelschwere Lkw und Transporter verzeichnen ein rasantes Wachstum
Busse bleiben Vorreiter beim Übergang des Sektors zu emissionsfreier Mobilität: Im Jahr 2025 war jeder vierte in Europa verkaufte Bus elektrisch. Stadtbusse erreichten einen noch höheren Marktanteil von 58 %, wobei einige Länder – Slowenien, Rumänien, die Niederlande, Estland und Dänemark – erst ab 2025 ausschließlich emissionsfreie Stadtbusse einsetzen werden.
Bei Lkw und Transportern verzeichnete das Segment der mittelschweren Fahrzeuge (3,5–12 Tonnen) 2025 den stärksten Zuwachs an emissionsfreien Modellen und konnte seinen Marktanteil von 10 % im Jahr 2024 auf 21 % nahezu verdoppeln.
In den letzten drei Jahren haben sich die Verkäufe emissionsfreier Fahrzeuge in dieser Kategorie verzehnfacht. Haupttreiber dieses Wachstums waren schwere Transporter, die 2025 mehr als die Hälfte der Verkäufe ausmachten, verglichen mit nur 3 % bei mittelschweren Lkw. Nordeuropa führte die Entwicklung emissionsfreier Fahrzeuge in diesem Segment an, mit den höchsten Marktanteilen im letzten Quartal in den Niederlanden (72 %), Schweden (63 %) und Dänemark (66 %).
(hst)



