Kommentar von Herbert Starmühler
Herausgeber energie:bau Magazin

KOMMENTAR, 6.11.2026 – Die geplante Abschaffung der Flugverkehrsabgabe in Österreich ist ein politisches Eigentor.

Fliegen soll billiger werden? Die 12 bzw. 30 Euro weniger werden den Reisenden nicht auffallen – aber die 180 Millionen fehlen im Steuersäckel. © eb

Sie schadet dem Klima, schwächt den Anreiz für einen nachhaltigeren Verkehr und kostet den Staat wichtige Einnahmen, die der Allgemeinheit zugutekommen könnten. Profitieren werden vor allem die Fluggesellschaften und die Luftfahrtbranche – nicht automatisch die Passagiere.

Die Rechnung zahlen am Ende wir alle: durch entgangene Steuereinnahmen und die zusätzlichen Klimakosten. Während Familien, Pendler und kleine Betriebe ihren Beitrag leisten müssen, wird ausgerechnet eine Branche steuerlich entlastet, die besonders stark von fossilen Energieträgern abhängig ist. Das ist keine Entlastung für die breite Bevölkerung, sondern ein Geschenk an eine privilegierte Branche.

Kein guter Geschmack: Während bei der Bildung eingespart wird (wie derzeit ebenfalls verhandelt), sollen Inlandsfüge für Privilegierte günstiger werden...

Herbert Starmühler

Dr. Herbert Starmühler

Herausgeber energie:bau Magazin

ist Herausgeber dieser Publikation energie-bau.at und verschiedener Fachmagazine im Bereich Technik, Architektur und Energieeffizienz. Als seit Jahren leidenschaftlicher E-Auto-Fahrer und Bezieher eigenen Sonnenstroms ist der Journalist jederzeit für innovative Ideen zu begeistern und holt sich beim Networken gerne Inspiration für neue Projekte.