Der regionale Energieversorger SWNH, Stadtwerke Neustadt in Holstein, setzt an seinem neuen Standort beispielhaft auf Nullemission und Nachhaltigkeit.
"Unabhängig vom Gebäudetyp ist eine der zentralen vor uns liegenden Aufgaben die Entwicklung einer Architektur, die ökologische, ökonomische und soziale Anforderungen zusammenführt“, sagt Ingo Lütkemeyer von IBUS-Architekten in Berlin.

Darauf wurde auch beim neuen Standort der Stadtwerke Neustadt in Holstein gesetzt. Der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Vorzeige-Neubau überzeugte „durch eine hohe Qualität seiner städtebaulichen Einbindung, seiner Architektur, der durchdachten Grundrisse und seiner Energietechnik“ die Jury des Ideenwettbewerbs „EnEff.Gebäude 2050“, die das Projekt bereits in der Kategorie „Konzepte zukunftsweisender Gebäude und Quartiere“ auszeichnete. Der durch den Energiebedarf des Gebäudes hervorgerufene CO2-Ausstoß wird im gebauten Zustand durch regenerative Stromproduktion überkompensiert (ca. 2,4 %).

Konsequent ausgestattet
Auf dem ca. 8.300 m2 umfassenden Areal gruppieren sich nach zweijähriger Bauzeit die drei neuen Gebäude des SWNH um ihren zentralen Betriebshof. Im erwaltungsgebäudes (Haus A) befinden sich die Büroräume, das Archiv, der Sozialbereich für alle Mitarbeiter sowie die Umkleiden. Das eingeschossige Werkstattgebäude (Haus B) bietet Raum für Werkstätten, Besprechungsraum, die Meisterbüros und die Büros Messstellenbetrieb, Zähler sowie eine Fahrzeugwaschhalle, Lagerflächen und die Lagerverwaltung.

Und das dritte Gebäude (Haus C) bietet eine unbeheizte, stützenfreie Fahrzeughalle für die Betriebsfahrzeuge der Stadtwerke. Das dreigeschossige Verwaltungsgebäude mit seiner Holzfassade, das mit einem Sockelgeschoss ebenerdig am Betriebshof anschließt, mutet, vom Straßenniveau betrachtet, lediglich zweigeschossig an. Vom in das Gelände abgesenkten Betriebshof aus sind aufgrund der Hanglage alle Gebäude ebenerdig erschlossen.

Konsequent regenerativ
Die Wärmeversorgung für die Gebäude setzt auf regenerative Energien. Bestandteile des „Low-Tec-Technikkonzeptes“ sind: Erdreich-Wärmepumpen mit einem BHKW für Warmwasser und Heizungsunterstützung, hybride Lüftung mittels fünf dezentraler Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaikmodule – insgesamt 99 kWp – auf Teildachflächen der drei Gebäude, raumweise regelbare Deckenstrahlplatten zum Heizen beziehungsweise Kühlen in Gebäude A, thermisch aktivierte monolithische Stahlbeton-Sohlplatte auf Schaumglasschotterbett als Flächentemperaturregelung in Gebäude B sowie Grauwassernutzung und Regenwasserretention. (suj)

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