Passivbauten - 02.11.2011
Nun ist sie fertig, die neue Fachschule für die Tischler – doch eine Heizung wird man in dem Holzbau vergeblich suchen.

Heizungsfreies Objekt: Solarelemente sorgen für Wärme und schützen zusätzlich das Holz 


© Meiberger Holzbau

Wie Holzbaunews bereits berichtete, entschied man sich bei Bau der Tischler-Fachschule in Bruck in Salzburg für einen Holzbau. Nun ist die Werkstätte fertiggestellt – nur die Heizung "fehlt". Die neue Tischlerwerkstätte der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck verfügt über eine ausgeklügelte reine Sonnenheizung. Der Holzbau kommt ohne eine herkömmliche Heizung aus und bezieht die Wärme nur aus den Solarkollektoren, die an der Südseite des Gebäudes angebracht wurden. "Der beispielhafte Holzbau in Passivhausstandard und einer reinen Sonnenheizung setzt neue Maßstäbe im öffentlichen Bauen. Neben 20 % geringeren Baukosten zu vergleichbaren Werkstätten-Gebäuden spart man sich auch noch 100 % bei den Heizkosten. Gerade junge Menschen für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Sonnenenergie oder erneuerbarer Energie zu begeistern, ist ein Gebot der Stunde", so Landesrat Sepp Eisl im Rahmen der Eröffnung.

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Vorbildhaft – die 630 m² große Tischlerwerkstätte bedarf keiner Heizung © Meiberger Holzbau

"Als ich diese Vision zum ersten Mal mit Technikern besprochen habe, waren viele sehr skeptisch. Doch nach einer intensiven Zusammenarbeit konnte ein System entwickelt werden, das in dieser Form einzigartig ist. Wir speichern die Wärme aus der Sonne in der Bodenplatte. So wird die Werkstätte vom Boden her gewärmt", sagte Agrar- und Energiereferent Landesrat Sepp Eisl bei der Eröffnung der Werkstätte, an der zahlreiche Ehrengäste und Interessierte teilnahmen.

"Mit diesem neuen Holzbau in Passivhausstandard und einer reinen Sonnenheizung setzen wir einen neuen Maßstab beim öffentlichen Bauen. Gerade junge Menschen für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Sonnenenergie oder erneuerbarer Energie zu begeistern, ist ein Gebot der Stunde. Die Errichtungskosten in Bruck liegen rund 20 Prozent unter denen bei vergleichbaren Werkstätten-Gebäuden. Die Gesamtinvestitionskosten für die neue Tischlerwerkstätte belaufen sich auf rund 900.000 Euro. Ausgeführt wurde das Gebäude in einer reinen Holzbauweise von der Firma Maiberger aus Lofer.

Quellen: Landespressedienst Salzburg
Bautechnische Details zu dem Projekt
Meiberger Holzbau
Bericht vor einem Jahr



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