Bis Frühjahr 2020 wird beim Verbund-Kraftwerk Annabrücke die erforderliche Fischaufstiegshilfe nachgerüstet, die eine Höhendifferenz von 26 Metern überwinden muss.

Seit 2015 ist die Fischtreppe am Kraftwerk Schwabeck an der Drau die höchste Europas, ab 2020 wird sie von der noch größeren Installation am Kraftwerk Annabrücke abgelöst. Foto: © Peter Wagenhofer

Mit 90 Megawatt ist das Kraftwerk Annabrücke das leistungsstärkste der insgesamt zehn Draukraftwerke, die zusammen beinahe zwei Drittel des gesamten Kärntner Strombedarfs abdecken. Ab kommendem Frühjahr sollen hier die Fische mühelos und strömungstechnisch 172 Pools durchwandern und dabei auf der 750 Meter langen künstlichen Strecke eine Höhendifferenz von 26 Meter überwinden. Ein neuer europaweiter Rekord für derartige Installationen, informiert Kirchdorfer Concrete Solutions, die den Fischaufstieg installieren wird, in einer Aussendung.

Das System ist dabei dasselbe wie jene, die bereits bei den Kraftwerken Lavamünd, Edling, Schwabeck und Rosegg erfolgreich installiert wurden: „Mit einem computergestützten Monitoring-System konnten wir am Kraftwerk Schwabeck 140.000 Fischwanderungen aus 26 verschiedenen Arten registrieren, von ganz kleinen schwimmschwachen Fischen bis hin zu einem Wels mit 1,36 Meter Länge“, so Sabine Käfer, zuständige Projektleiterin bei der Verbund AG.

Durch die hydraulisch optimierte Abfolge von versetzten Schlitzen verringert sich laut Kirchdorfer Concrete Solution die Wasserdurchflussmenge um bis zu 40 % gegenüber herkömmlichen „vertical slot“-Installationen. Damit könne ein größerer Anteil der Wasserenergie für die Stromerzeugung genutzt werden. Seit Vorstellung des in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur in Wien entwickelten Systems konnten bereits rund 50 Installationen österreichweit ausgeliefert werden. (cst)

Kraftwerk Annabrücke 

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