Was ist Urban Climate Quality Mapping? Wie funktioniert es, was wird herangezogen, wie wird das definiert?

Serie: Serie: Hitze in der Stadt

Wie kann Urban Climate Quality Mapping helfen, um städtischer Überhitzung entgegenzuwirken? Eine Studie zeigt Pilotanwendungen in Mödling, Klagenfurt und Salzburg.


Das Forscherteam, das den Hitzedaten auf der Spur ist. Fotos: ADAPT-UHI

Urban Climate Quality Mapping (UCQM) ist eine Methode zur vorausschauenden Grün- und Blauflächenplanung liefert somit einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität und Sicherheit in Hitzeperioden.

UCQM ist ein integriertes, fachübergreifendes, GIS-basiertes Planungsinstrument der Raum- und Stadtplanung für die langfristige Steuerung hin zu nachhaltigen und resilienten Strukturen.

UCQM steht für das Monitoring von Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas, dazu zählen grüne Infrastruktur (grüne Dächer, grüne Wände), helle Oberflächen, Beschattungssysteme, multifunktionelle Infrastruktur (Schattendach und PV-Anlage) oder Wasserflächen.

UCQM verlangt die Integration unterschiedlicher Zuständigkeiten, wie zum Beispiel:

• Naturschutz: Biotopentwicklung/ -erhaltung, Baumschutz
• Raumplanung: Schutz von Kaltluftschneisen vor Bebauung, UHI-Zonierung
• Bauordnung: Gründächer, Verschattungseinrichtungen an Gebäuden, helle Dächer, Schutz und Ausbau privater Grünflächen im Bauland
• Parkverwaltung: Anpassung, Pflege und Bewässerung von öffentlichen Grünflächen
• Ab-/Wasserwirtschaft: Sicherstellung der Wasserressourcen in langen Hitzeperioden, Regenwasserbewirtschaftung zur dezentralen Rückhaltung und Versickerung
• Straßenverwaltung: Helle Verkehrsflächen, Entsiegelung von Stellflächen
• Energieplanung: Planung und Förderung intelligenter, klimagerechter und energieeffizienter Technologien für die passive und aktive Gebäudekühlung

Mit UCQM können Szenarien für Hitzeperioden und deren Prävention ermittelt werden und somit die Sommertauglichkeit urbaner Gebiete und Standorte bewertet werden. Durch eine effiziente gemeindeübergreifende Planung von Grün- und Blauflächen können langfristig zusätzliche Vorteile gegenüber Maßnahmen in nur einer einzelnen Gemeinde erreicht werden:

• eine Steigerung der Lebensqualität und Sicherheit in Hitzeperioden
• eine Erhöhung der Biodiversität im urbanen Raum
• mehr Kohlenstoffspeicherung im urbanen Raum (Beitrag zum Klimaschutz)eine Erhöhung der Wasserspeicherkapazität durch Entsieglungsmaßnahmen (Beitrag zum Hochwasserschutz)

Die beteiligten Forscher*innen im Projekt ADAPT-UHI (KR17AC0K13693):
Umweltbundesamt: Alexander Storch, Wolfgang Schieder, Gundula Prokop; Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik: Maja Žuvela Aloise, Brigitta Hollosi, Sandro Oswald; IIASA: Linda See; IPAK*: Stefan Guggenberger, Wolfgang Hafner; ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin e.V.: Daniel Johnson;

Hier gibt es weitere Infos zu diesem Thema:

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