Die Kesselerzeuger ließen sich bisher vom Corona-Virus noch nicht allzu sehr von ihren Produktionen abhalten.

Berger
Elisabeth Berger, VÖK: „Nur eine Rezession wäre schlimm für die Branche“. Foto: VÖK

Der nächste Winter kommt bestimmt, und mit ihm der Wunsch, eine funktionierende Heizung in Gang setzen zu können. Zwar ist aktuell ein Beratungsgespräch schwierig, aber nach Lockerung der Corona-Auflagen wird das Geschäft der Heizungsbauer wieder schnell in Gang kommen, hofft Elisabeth Berger von der Vereinikung Österreichischer Kessellieferanten (VÖK).

Verunsicherung durch Verlautbarungen
Im VÖK sind Unternehmen wie BOSCH, Junkers, KWB, Lohberger, Buderus, Biotech, Hargassner oder Guntamatic vertreten, somit die Crème de la Crème der Branche. Noch sei die Stimmung gut und praktisch alle Fabriken in Betrieb. Nur manche Ankündigungen, die via TV gemacht werden, sind für die Branche schwer nachvollziehbar oder unklar. So gab es in den vergangenen Tagen reichlich Verunsicherung darüber, wer denn nun eigentlich für Reparaturen und Instandsetzung zum kunden fahren dürfe – oder eben nicht.

Berger: „Das hat sich auch schnell wieder geklärt: Die Installateure dürfen natürlich weiterhin zu den Kunden, das ist klarerweise ein systemrelevanter Bereich der Wortschaft“.

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Noch kein Sturm
Auch für die ganze Branche stehen die Zeichen derzeit noch nicht auf Sturm. Immerhin hätten die Menschen jetzt Zeit, sich in den Wohnungen über Verbesserungen und Reparaturen den Kopf zu zerbrechen, sagt Berger. Und da so manche Fernreise dem Virus zum Opfer fallen dürfte, könnte es dieses Jahr noch viele Bestellungen geben. Berger: „Es darf sich die Lage nur nicht zu einer veritablen Rezession auswachsen. Dann trifft es die Heizungsbrnachen natürlich auch.“

150 Millionen nreichen nicht für ein „Raus aus dem Öl“
Und zur „Raus aus dem Öl“-Aktion der neuen Umweltministerin Leonore Gewessler sagt Berger: „Es ist einersits gut, dass hier eine klare Strategie vorliegt, und wir als Verband bevorzugen ja auch die Bonus-Anreize statt diverser Verbote. Jedoch sind die rund 148 Millionen Euro, die derzeit kolporiert werden, kaum ausreichend. Wenn 5.000 Euro Förderung pro Umrüstung gezahlt werden, reicht das rechnerisch nur für knapp 30.000 Umrüstungen“. In Österreich heizen auber 600.000 Haushalte derzeit mit Öl.

(hst)

 

 

Kommentare  

#1 Gottfried 2020-03-26 14:44
Also alle halten sich an "Stay at home" nur die Mitarbeiter der Kesselerzeuger nicht???
Ist das der Grund warum gerade in der Steiermark die Zahlen der Infizierten so in die Höhe gehen??
Darauf ist man auch noch Stolz wenn man Mitarbeiter unnötig dieser Gefahr aussetzt? die Heizsaison ist Ende März vorüber!!!

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