Öffis - 24.01.2018
E-Trucks und E-Busse sind im Verkehrsmix derzeit noch spärlich gesät, aber zahlreiche europäische Städte stellen nach und nach auf E-Busse um – und auch bei E-Lkws tut sich was bei den Herstellern.

E-Bus gesichtet! Immer mehr europäische Städte stellen im öffentlichen Busverkehr auf E-Mobilität um. Foto: Solaris

Mit dem E-Truck ist Tesla wieder einmal vorausgeprescht, nun zieht Volvo mit der Ankündigung nach, ab 2019 elektrisch angetriebene Lkws in Europa zu verkaufen. Die Zahlen sprechen für sich: Gerade im Güterverkehr könnte tonnenweise CO2 eingespart werden. 2015 verursachte der gesamte Straßenverkehr gut ein Viertel (27,7 %) der Emissionen in Österreich, 12,1 % davon gehen auf die Rechnung des Güterverkehrs (15,6 % kamen von Personenverkehrsmittel wie Pkw, Busse und Motorräder). Auf diese Zahlen kommt der aktuelle Klimaschutzbericht des Umweltbundesamtes Österreich1.

Städte ziehen an
Auch beim Personentransport kann der öffentliche Verkehr als Vorbild dienen: Mehr und mehr europäische Städte stellen ihre Omnibus-Flotte auf E-Busse um. Brüssel bekommt Anfang 2019 25 reine E-Busse des polnischen Autobus-Herstellers Solaris, derselbe beliefert die polnische Hauptstadt Warschau mit 130 E-Bussen bis 2020. Der deutsche E-Busse-Hersteller Sileo beliefert zahlreiche deutsche Städte, in Hamburg fahren E-Busse verschiedener auch internationaler Hersteller durch die Straßen. In Wien werden ab Ende 2018 weitere 7 E-Busse des italienischen Herstellers Rampini zum Einsatz kommen. Die Batteriekapazität der E-Busse sei für den Stadtverkehr ausreichend und je nach Modell genügen wenige Minuten Ladezeit an den Endhaltestellen, um das Fahrzeug für die nächsten Stunden ausreichend aufzuladen. Die Fahrzeuge in Wien werden etwa über automatische Ladeverbindungen mit Oberleitungen an den Endhaltestellen geladen.


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1 http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/REP0622.pdf


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