Kompakt - 19.12.2017
Gemeinsam mit ihren Projektpartnern präsentierte die Forschungsgesellschaft Kraftfahrtwesen mbH Aachen fka kürzlich den Prototypen eines urbanen Kleinstfahrzeuges der L5e-Klasse.
Die geschlossene Fahrerkabine des elektrischen Leichtfahrzeuges macht den Nutzer wetterunabhängig. Foto: © PSA Kommunikation

Die Bezeichnung „L5e“ bezieht sich dabei auf dreirädrige Fahrzeuge, die mit Geschwindigkeiten über 50 km/h und auf allen Straßen gefahren werden können. Das jetzt vorgestellte L5e Plug-In-Hybridfahrzeug kombiniert dabei zwei radintegrierte Elektromotoren mit einem Einzylinder-Benzinmotor und ermöglicht so eine Gesamtreichweite von 300 km sowie das lokal emissionsfreie Fahren in der Stadt.

Rein elektrisch und nur durch die beiden Radnabenmotoren angetrieben, erreicht das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Die beiden Motoren werden dabei über ein 48-Volt-Bordnetz aus einer Batterie versorgt. Mit den geringen Abmaßen von 2,40 m Länge und 0,85 m Breite ist mit dem Fahrzeug das Parken quer zur Fahrbahn und damit die Nutzung sehr kleiner Parklücken möglich. Dank der geschlossenen Karosserie und der Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h eignet sich das Fahrzeug ganzjährig hervorragend als Pendlerfahrzeug, da weder wasserfeste Kleidung noch ein Helm getragen werden müssen.

Ziel des Projektes EU-LIVE (Efficient Urban LIght VEhicles), das vom Virtual Vehicle Research Center geleitet wird und in dessen Rahmen der Prototyp entstanden ist, ist die Konzeptentwicklung dreier urbaner Leichtfahrzeuge der Klassen L3e, L5e und L6e, die auf einem gemeinsamen, modularen Antriebstrang basieren. Durch die Entwicklung dieses modularen Antriebstrangs, der über verschiedenste Leichtfahrzeugklassen einsetzbar ist, sollen die Entwicklungs- und Herstellkosten gesenkt und die Wirtschaftlichkeit solcher Kleinstfahrzeuge erhöht werden. Insgesamt sind 12 europäische Partner, zu denen Fahrzeughersteller, Zulieferer und renommierte Forschungseinrichtungen gehören, aus sechs verschiedenen Ländern beteiligt.

Das europäische Projekt ist im Juni 2015 mit einer Laufzeit von drei Jahren gestartet. Im nächsten Schritt will die fka nun die Optimierung der Konzepte durch Prüfstandsversuche am realen Prototypen und durch Produktkliniken unterstützen, um die Erfüllung der Nutzerbedürfnisse zu verifizieren.

Projektwebseite EU-LIVE

Webseite fka

Webseite Virtual Vehicle Research Center 

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