SCHIEFERGAS - 30.01.2014
Egal, wie die Schiefergas-Diskussionen in Brüssel weitergehen, die OMV will im Weinviertel kein Fracking betreiben.

Gas-Station in Aderklaa (NÖ): Auch in Zukunft ohne Schiefergas (copyright: starmuehler.at)

Bohren sie? Wollen sie bohren und warten sie nur ab? Leiten sie eine Umwelt-Verträglichkeits-Prüfung (UVP) ein? Die, das sind die Damen und Herren Manager der OMV, die im Marchfeld in Niederösterreich das unkonventionelle Schiefergas tief unter der Erde aufsprengen und an die Oberfläche fördern möchten (Fracking genannt).
Mindestens drei Bürgerinitiativen verfolgen die Diskussion auf europäischer Ebene gespannt, und senden EU-Abgeordneten Anfragen zum Thema.

Die SPÖ-Abgeordnete Karin Kadenbach (SPÖ) hat nun in einer uns vorliegenden  Anfragebeantwortung mitgeteilt, dass die OMV von weiteren Schiefergas-Bohrungen im Weinviertel absieht. Konkret schreibt sie: "Seitens der OMV wurde mir versichert, dass kein Interesse an einer neuerlichen Aufnahme der Untersuchungen über ein mögliches Fracking im Weinviertel besteht".
Dies bestätigte "energie:bau" nun OMV-Sprecher Robert Lechner: "Für uns ist das Thema vom Tisch." Umweltauflagen und insbesondere die massive Ablehnung seitens der Bürger habe das Umschwenken bewirkt. Lechner: "Es ist nicht das Ziel der OMV, gegen den Widerstand der Bevölkerung etwas unbedingt durchsetzen zu wollen".

Die Investitionen und Budgets seien mittlerweile anderswo positioniert. Man warte auch nicht ab, bis die europäische Gesetzgebung das Fracking erleichtere: "Die Entscheidung ist gefallen" (Lechner).


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