Wie viel Energie steckt in Biomasse?
Wie viel chemisch gebundene Sonnenenergie in der Biomasse steckt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.
Land- und Wasserpflanzen, pflanzliche und tierische Rückstände sowie organische Abfälle lassen sich vielfältig energetisch nutzen. Man kann sie trocknen und zu Brennmaterial zusammenpressen - etwa Sägemehl zu Briketts und Pellets oder Stroh zu Ballen.
Die folgende Tabelle zeigt, welcher Heizwert jeweils in den einzelnen Biomasse-Arten steckt; 1 kWh/kg bedeutet dabei eine Heizenergie von einer Kilowattstunde pro Kilogramm Brennstoff. Dies entspricht etwa dem Heizwert, der in knapp einem Schnapsglas voll Dieselkraftstoff steckt.
Man kann aus der Tabelle ablesen, dass fossile Energieträger einen höheren Heizwert besitzen; zum Teil liegt er doppelt so hoch wie bei der Biomasse. Um die gleiche Energie freizusetzen, muss man also bei der Biomasse bis zur doppelten Menge aufwenden.
Brennstoff Heizwert in Biomasse:
- Stroh 4 kWh/kg
- Schilfarten 4 kWh/kg
- Getreidepflanzen 4,2 kWh/kg
- Holz 4,4 kWh/kg
- Biogas 6,1 kWh/m3
- Braunkohle 5,6 kWh/kg
- Steinkohle 8,9 kWh/kg
- Heizöl 11,7 kWh/kg
- Erdgas 8,3 kWh/m3



