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FAQ Photovoltaik
   

Gibt es genügend Fläche für die Installation von Solaranlagen?

Würde man auf 3 Prozent der Fläche Österreichs, Photovoltaikmodule installieren, könnte man den Energiebedarf Österreichs zu 100 Prozent decken.
   

Müssen nicht umfangreiche Investitionen getätigt werden, um den oft an abgelegenen Orten produzierten Strom aus Solaranlagen in das öffentliche Netz einzuspeisen?

Nein, denn Solaranlagen werden zu 90 Prozent auf Gebäudedächern installiert und speisen Strom in die bereits vorhandenen Stromnetze ein. Durch dezentrale Erzeugung nahe am Verbraucher ist das Stromnetz in der Regel problemlos in der Lage, die Strommengen aufzunehmen, weshalb ein Ausbau der Infrastruktur nicht erforderlich ist.
   

Können Erneuerbare Energien trotz Wetterabhängigkeit Versorgungssicherheit garantieren?

Die Zukunft der Stromversorgung besteht aus einem Mix aller Erneuerbaren Energien und einem intelligenten Lastmanagement in Kombination mit Kurzzeitstromspeichern. So werden die Erneuerbaren Energien in der Lage sein, eine sichere, klimafreundliche und nachhaltige Stromversorgung zu gewährleisten. Solarstrom steht gerade in Bedarfsspitzenzeiten (mittags und im Sommer) zur Verfügung und ergänzt sich hervorragend mit der Windkraft, deren Spitzenwerte vor allem im Winter erreicht werden. Biomasse, Wasserkraft und Geothermie stehen kontinuierlich zur Verfügung und gleichen Defizite aus.
   

Lohnt sich in unseren Breiten überhaupt die Nutzung von Solarenergie?

Eindeutig ja. In Österreich liegt die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung bei 1.000 kWh pro Quadratmeter. Das entspricht einem Energiegehalt von 100 Litern Öl. Damit wird mehr als die Hälfte der Solarenergiemenge erreicht, die wir in der Sahara vorfinden. Das reicht, um auch bei uns mit effizienten Solaranlagen einen erheblichen Anteil Strom und Wärme aus Sonnenkraft zu erzeugen.
   

Kann die Solarindustrie auch ohne staatliche Förderung wachsen?

Die Solarindustrie wird in absehbarer Zeit auch ohne staatliche Förderung auf hohem Niveau wachstumsfähig sein. Angesichts steigender Preise für konventionelle und sinkender Preise für regenerative Energien sowie einem wachsenden Exportmarkt wird dies bei Solarwärme innerhalb der nächsten fünf, bei der Photovoltaik in 10-15 Jahren möglich sein.
   

Können Solarstromanlagen einen nennenswerten Anteil an der Stromversorgung leisten?

Studien zeigen, dass die Photovoltaik langfristig einen unverzichtbaren Baustein unserer Stromversorgung darstellen wird. Derzeit wird etwa 1 Prozent des Strombedarfs mit Solarstrom gedeckt. Langfristig werden es 20 bis 30 Prozent sein.
   

Sind Solarstromanlagen effizient?

Solarzellen haben heute einen Wirkungsgrad von etwa 15%. Das sind 50% des physikalisch möglichen Wirkungsgrades. Viele konventionelle Kraftwerke laufen derzeit mit Wirkungsgraden von knapp unter 40%. Fossile Energien sind aber begrenzt und müssen effizient eingesetzt werden, Solarenergie ist dagegen praktisch unbegrenzt vorhanden.
   

Ist Solarenergie im Vergleich zu konventioneller Energie teurer?

Langfristig ist Solarenergie weitaus preiswerter als herkömmliche Energie. Derzeit ist Solarenergie noch etwas teurer, da zunächst neue technische Verfahren entwickelt und finanziert werden müssen. Daher werden Erneuerbare Energien gefördert. Während jedoch die Kosten für konventionell erzeugte Energien in den letzten Jahren gestiegen sind, sind die Preise für Solarenergie dank zunehmender Massenproduktion um durchschnittlich 5 Prozent jährlich gefallen. Die Kostensenkung von Solarstrom beträgt seit 1990 ca. 68 Prozent.
   

Wie hoch sind die Betriebskosten einer Photovoltaikanlage?

Die jährlichen Betriebskosten liegen zwischen 0,5 % und 2 % der Investitionskosten.
   

Braucht man für die Errichtung einer PV-Anlage eine Bauverhandlung?

Nur wenn es sich um die Errichtung einer PV-Anlage in einer Schutzzone (z.B. Naturschutzgebiet), einem Landschaftsschutzgürtel oder auf einem denkmalgeschützten Objekt handelt. Ebenfalls nötig wird eine Bauverhandlung bei Großanlagen.
Ausnahmen: Bei PV-Anlagen in der Steiermark ist ab einer Kollektorfläche von 40 m² eine Baubewilligung nach § 19 Stmk. Baugesetz von der Standortgemeinde einzuholen. Dieser Bewilligungsbescheid wäre dam Ansuchen in Kopie anzuschließen.
   

Wie viel bekomme ich für eine kWh eingespeisten PV-Strom wenn ich keine Förderung im Rahmen des Ökostromgesetzes erhalte?

Die Vergütung für die eingespeiste kWh liegt in der Höhe des Marktpreises. Es gibt jedoch alternative Energieanbieter, die die eingespeiste kWh in der Höhe der bezogenen kWh vergüten.
   

Verbrauchen PV-Anlagen mehr Energie bei ihrer Produktion als sie dann erzeugen?

Nach gegenwärtigem Stand der Technik erzeugt eine Solarstromanlage bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren die Energiemenge, die für ihre Herstellung benötigt wurde. Danach produziert sie für die restliche Zeit ihrer auf mindestens 30 Jahre geschätzten Lebensdauer emissionsfrei Strom.
   

Was muss bei der Auslegung einer PV-Anlage beachtet werden?

Die Anlage sollte nach Süden ausgerichtet sein und möglichst nicht beschattet werden.
   

Welche Lebensdauer hat eine PV-Anlage?

Die Garantie der Module für 80 Prozent der Leistung beträgt 20 bis 25 Jahre. Die Lebensdauer wird mit mindestens 30 Jahren angegeben.
   

Mit welchen Kosten muss ich bei der Errichtung rechnen?

Die Gesamtkosten betragen zirka 5.500 - 6.000 € pro kWp installierte Leistung.
(Die Größe einer Photovoltaikanlage wird nach der Leistung des Solargenerators in kWp (Kilowatt-peak; Peakleistung = Spitzenleistung) angegeben. Dieser Wert beschreibt die optimale Leistung der Solarmodule unter genormten Testbedingungen (1000 W/m2 Einstrahlung; 25 °C Modultemperatur; 1,5 Air Mass.)
   

Wie viele Quadratmeter Modulfläche brauche ich für einen 4-Personenhaushalt?

Ein eher sparsamer 4-Personenhaushalt verbraucht zirka 3.500 kWh Strom pro Jahr. Um diese Energiemenge durch eine Photovoltaikanlage zu erzeugen, benötigt man ca. 40 m2 Modulfläche bei poly- und monokristallinen Zellen. Für Dünnschichtmodule benötigt man ca. die doppelte Fläche.
   

Welche Installationsmöglichkeiten gibt es für eine PV-Anlage?

In Österreich ist die gebäudeintegrierte Installation auf Fassaden und Dachflächen üblich. Grundsätzlich gibt es auch die Installation auf Freiflächen. Diese wird vor allem in Ländern wie Spanien forciert.
   

Wie sieht es mit der Umweltbilanz von Photovoltaik-Anlagen aus?

Solarzellen haben nach ca. drei Jahren Betriebszeit die für die Herstellung benötigte Energie wieder hereingespielt. Solarzellen erzeugen damit ca. zehn Mal mehr Energie, als für ihre Herstellung nötig ist. Silizium ist auf der Erde als Bestandteil von Sand im Überfluss vorhanden. Bei der laufenden Stromerzeugung werden keine fossilen Energieträger verbraucht. Es entstehen keine Schadstoffe und kein CO2.
   

Wie wirtschaftlich sind Photovoltaikanlagen?

Aufgrund der unterschiedlich hohen Förderungen und Einspeisevergütungen lassen sich nur schwer Aussagen über eine Amortisation machen. Generell lässt sich sagen, dass man den Strom einer PV-Anlage selbst verbrauchen sollte, die Anlagen also nicht zu stark überdimensioniert werden sollten. PV-Anlagen sollten immer mit Netzanbindung installiert werden, da eine AnIage für den Inselbetrieb sehr hohe Kosten verursacht (Batterien, Ladegeräte, Platzbedarf, Überdimensionierung aus Sicherheitsgründen). Für Sonderfälle (Almhütten und dergleichen) ist eine PV-Anlage im Inselbetrieb aber trotzdem oft die günstigste Lösung zur Stromversorgung (statt Dieselaggregaten).
   

Wie funktionieren Photovoltaikanlagen?

In einem Halbleitermaterial (z.B. Silizium) werden durch die Sonneneinstrahlung Ladungen "erzeugt". Der Fluss dieser Ladungsträger wird als elektrischer Strom über die elektrischen Anschlüsse abgegriffen. Die erzeugte Spannung hängt vom Halbleitermaterial ab. Die Höhe des erzeugten Stroms hängt von der Beleuchtungsstärke (Sonneneinstrahlung) ab.
   

Gibt es Förderungen für eine PV-Anlage?

Es gibt zwei Arten der Förderung: Eine Investitionsförderung als Zuschuss bei der Anschaffung oder eine Einspeisevergütung über das Ökostromgesetz. weiterlesen
   

Was ist ein Tracker?

Ein Tracker registriert den Sonnenstand und richtet die Modulflächen der PV-Anlage entsprechen aus. Durch den Einsatz eines Solarpower-Trackers wird der Energieertrag einer Photovoltaikanlage um bis zu 40 Prozent gesteigert. Die Effektivität ist am höchsten, wenn die Modulflächen dem täglichen Sonnenstand folgen.
   

Lässt sich Solarflüssigkeit verdünnen?

Solarflüssigkeit ist fertig eingestellt und sollte nicht verdünnt werden.
   

Wie lange hält die Solarflüssigkeit?

Ähnlich der Bremsflüssigkeit in einem PKW, sollte sie alle 4-5 Jahre erneuert werden.
   

Wie ist es um den Vakuumverlust bestellt?

Die Vakuumröhre kann nur durch mechanische Zerstörung, genau wie eine Thermoskanne, Schaden nehmen. Bei einwandigen Vakuumröhren ist es unter Umständen möglich, dass Luft eindringt.
   

Wie lang ist die Lebensdauer einer Vakuumröhre?

Vakuumröhren halten mindestens 20 bis 25 Jahre - ähnlich wie Heizungsanlagen.
   

Kann ich für den Solarkreislauf eine einfache Heizungsisolierung verwenden?

Nein, im Sommer werden Stillstandtemperaturen von über 230°C erreicht. Jede normale Heizungsisolierung würde bei diesen Temperaturen abschmelzen.
   

Kann man die Sommerüberschüsse für den Winter speichern?

Grundsätzlich ja. Dafür sind allerdings sehr große Speicher mit extremer Isolation notwendig.