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Förderung - 12.03.2010

3.000 Euro lösten Ölheizungsboom aus

Der Absatz von Ölheizungen hat sich 2009 in Österreich nahezu verdoppelt. Zum Ansturm auf neue Heizkessel hat eine Förderinitiative der Mineralölbranche beigetragen, die mit 3.000 Euro für jede neue Anlage lockte. Und der Ölpreis? Steigt und steigt.

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Im Vergleich zum Jahr 2008 wurden im vergangenen Jahr um 84 Prozent mehr Ölheizkessel verkauft. Das geht aus den Erhebungen österreichischer Kessellieferanten hervor. Besonders stark fiel der Anstieg im dritten Quartal aus, in dem ein Plus von 182 Prozent zu verzeichnen war. Auch im vierten Quartal war der Zuwachs mit 84 Prozent anhaltend hoch.  

Zurückzuführen ist der große Absatz auf ein Fördermodell der Mineralölindustrie. Sie unterstützte 2009 Besitzer von alten Ölheizungen mit 3.000 Euro, wenn sie sich neue Anlagen zulegten. Laut dem hinter der Initiative stehenden Institut für wirtschaftliche Ölheizung (IWO) spielen dabei Überlegungen zu Energieeffizienz und Klimaschutz eine große Rolle. Auf der Internetseite von „Heizen mit Öl“, über die die Förderung beantragt werden kann, werden die Vorteile des Wechsels zu einer moderneren Anlage mit Argumenten wie geringeren Emissionen und dem Wegfall der Feinstaubbelastung beworben.

Inwieweit sich Betreiber von Ölheizungen dabei in Abhängigkeit von der Preisgestaltung für den endlichen Rohstoff durch Ölkonzerne und die OPEC begeben, wird dagegen nicht thematisiert. Immer mehr Industrien scheinen auf dieses Ertragsmodell auszuweichen: Günstige Geräteanschaffung, hohe Preise für den Verbrauch: Ob Druckerpatronen, Handy-Telefonate oder eben Heizöl – teuer wird es dann erst beim Nachladen.

„Kräftiges Plus beim Heizölpreis“ titelte die AK Steiermark am 10. März 2010: „Innerhalb von zwei Wochen wurde erneut ein Anstieg von 1,8 bis 2,5 Prozent registriert. Erhoben wurden die Preise bei Heizölhändlern in der ganzen Steiermark in vier Liefermengen (500, 1000, 2000 und 3000 Liter): In der Kategorie 500 Liter zahlt man derzeit zwischen 0,76 und 0,86 Euro/Liter, und in der Kategorie 3.000 Liter zwischen 0,695 und 0,728 Euro/Liter", berichtet AK-Expertin Daniela Premitzer.

Kürzlich gab das IWO bekannt, dass die Förderung auch 2010 fortgesetzt wird. Dieses Jahr wird es einen Zuschuss von 2.000 Euro pro neue Anlage geben. Die Höhe der Zuwendung kann sich halbjährlich ändern und wird nur so lange ausbezahlt, bis die Fördertöpfe erschöpft sind.

Quelle: AK Steiermark; iwo-austria

Foto: Starmühler



Kommentare 

 
#5 energiegenie 2010-03-19 18:11
Wie sagte schon Einstein... Das weltall und die Dummheit der Menschen sind unendlich, aber beim Weltall bin ich mir nicht so sicher...

Ich habe mir eine Pelletsheizung von www.gilles.at gekauft. Damit heize ich mit pellets und mit Stückholz ohne Umstellen. War zwar ein wenig teurer als die anderen, aber dafür absolut problemlos im Betrieb.
 
 
#4 BernieB 2010-03-16 10:29
naja, da gehts um einen haufen kohle, klar, dass sie nicht gleich lockerlassen. es bringt halt leider längerfristig nix, weil die fossilen werden eben irgendwann aus sein...
 
 
#3 Rob 8erschwang 2010-03-16 10:25
diese ölfirmen lassen echt nicht locker.
 
 
#2 Kran 2010-03-16 10:21
ich habe einen interessanten artikel gelesen, in dem stand, dass in deutschländ jährlich mehr holz nachwächst als das land verbraucht, also eine positive bilanz. wäre interessant zu wissen, ob das in ö auch der fall ist. das wäre dann ein argument für erneuerbare energien, das weniger geld kostet als die 3000 euro, die die firmen da ihren kunden zur unterstützung bietet. letztendlich unterstützen wir ja mit dem kauf der ölheizungen ja auch nur die vernichtung fossiler brennstoffe.


@ khammer: reg dich nicht auf, wenn du es eh durchschaust. ;)
 
 
#1 khammer 2010-03-15 09:34
ja, so geht das. und wir fallen darauf rein.
 

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