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Warm anziehen, denn es wird heiß!


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Gastkommentar von Fritz Binder-Krieglstein, Renewable Energies Consulting
EU-Krise + Durban = schlechtes Wetter
Ab 2013 wird zwar die nächste Kyoto-Periode folgen, aber noch weniger Staaten als bisher werden mitmachen: Zusammen vereinen sie bloß 16 % der globalen CO2-Emissionen, Tendenz sinkend! Zu den Schwänzern USA und China gesellen sich dann Russland, Japan, Kanada und Neuseeland dazu.

Alle in Durban beschlossenen Maßnahmen summiert können die Begrenzung auf maximal +2° C der Weltdurchschnittstemperatur, die von Wissenschaftlern definierte dunkelrote Linie, um schwere Katastrophen hintan zu halten, keinesfalls schaffen. Es wird heiß und heißer.

Aber CCS (CO2-Verpressen unter die Erde) als Klimawaffe wurde allen Umweltgefahren und der haarsträubenden Unwirtschaftlichkeit zum Trotz - definitiv als probates Mittel gegen den CO2-Anstieg offiziell anerkannt: Die fossile Energiemonopolitik wird mit Champagner feiern; der Rest der Welt darf vor Wut schäumen.

Und zu guter Letzt wird es einen Klimafonds geben, der ab 2020 Entwicklungsländern bei ihrem Klimakampf unter die Arme greifen sollte. Woher jedoch die Gelder kommen, wurde nicht beschlossen; also ein Beschluss ohne Wert, ein weiterer.

Im übertragenen Sinn bleibt uns nichts anderes übrig, als uns warm anzuziehen. Denn neben der Wirtschaftsflaute in den kommenden Jahren werden uns wegen steigender Temperaturen zusätzlich immer teurere Wetterschäden in einen Überlebenskampf zwingen. Das verheißt für geschätzte zwei Drittel der EU-Bevölkerung (oder doch mehr?) nichts Gutes.

Nicht das Schicksal, sondern wir haben unseren Nachkommen diese soziale, ökonomische und ökologische Giftbrühe eingebrockt. Sie noch zu verhindern, ist mit der Kombination aus Beschlüssen in Brüssel und in Durban zu einer Illusion verkommen.