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Hol mir ein Eis, oida!


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Gastkommentar von Birgit Koller, Redakteurin "energie:bau"
Schüler entwickelten Photovoltaik-Eisdiele
Schenkt man dem Glauben, was man jeden Dienstag im Hauptabendprogramm eines österreichischen Privatsenders sieht, nutzt unsere Jugend die (künstliche) Sonne meist auf der Sonnenbank. Mehr noch: Die Serie über die Feiergewohnheiten unserer Teens legt die Vermutung nahe, diese hätten nicht viel im Köpfchen.

Zwei Jugendliche aus der Steiermark haben kürzlich das Gegenteil bewiesen. Die Schüler der HTBLA Weiz (19 und 21 Jahre) entwickelten eine Photovoltaik-Eisdiele, mit der sie sogar den ersten Platz in der Kategorie„Alltag und Idee“ beim Österreichischen Klima­schutzpreis 2011 einheimsen konnten. Klingt nach einer einfachen Idee, auf die man jedoch erst einmal kommen muss. Rund 400 Stunden Arbeit steckten die Jugendlichen in ihr Projekt – ein sinnvoller Zeitvertreib.

In Österreich bedarf es mehr innovativer Einfälle, damit unsere Jugend etwas Nachhaltiges schafft. Schließlich sind die jungen Leute von heute die Zukunft von morgen, einer Zeit, in der man auf den Einsatz von erneuerbarer Energie im Alltag ganz sicher nicht verzichten können wird. Schulen sind deshalb ganz besonders gefordert, derartige Projekte anzuregen bzw. zu fördern. Mit der Erfindung heißt es auf jeden Fall: Eis holen war gestern. Geht das Ding in Serie, braucht man schon bald nicht mehr seinen Liegeplatz im Freibad zu verlassen und kann bequem in der Sonne brutzeln.