Konferenz - 28.11.2017
Die Smart-Cities-Konferenz in Wien zeigte, wie wichtig Mobilitäts-Politik und Stadtplanung für den Klimaschutz sind.

Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou wies auf die überragende Bedeutung der Städte hin, um die Umweltpolitik international voranzutreiben. (Foto: Herbert Starmühler)

Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou wies anlässlich der Konferenz „Cities in the age of climate change“ im Wiener Rathaus auf die Mobilität hin, die großen Einfluss auf Klimafragen hat: "Die Städte können dabei sehr viel verändern!“ Sie verwies auf die günstige Jahreskarte für die Wiener Verkehrsbetriebe: „Wir haben es erreicht, dass 750.000 WienerInnen eine Jahreskarte haben“. Zähle man die Studenten und Jugendlichen dazu, seien es 900.000, was der Hälfte der 1,8 Millioenen EinwohnerInnen bedeutet.

Beraterin Monika Langthaler (Wien) skizzierte, wie die internationale Umwelt-Initiative R20 beitragen kann: „Städte üben immer mehr Druck aus, um den Klimaschutz voranzutreiben“. Und: "Jetzt sind die Städte und Regionen wirklich ein Teil der internationalen Umweltpolitik geworden.“ Deshalb sei es so wichtig, dass sich die Städte noch mehr einbringen in die internationalen Konferenzen und selbst hinzufahren.

Einen speziellen Zugang hat Arjan van Timmeren von der TU Delft & Amsterdam: „Durch die Digitalisierung kann der Widerspruch zwischen der dezentralisierten Stadt und der zentralisierten Energieversorgung aufgelöst werden“. In Smart Cities sind die Städte und die BürgerInnen zusammen eine Art Laboratorium, ein Living Lab. Aus der Beobachtung von Social Media-Aktivitäten ergab sich zum Beispiel ein "Healty Urnban Route Planner" (HURP), eine Darstellung, welcher Weg von A nach B der schönste, leiseste oder gesündeste wäre. Übrigens: 56 % der Amsterdamer Routen werden mit dem Fahrrad unternommen.

Eine große Herausforderung stellt für Amsterdam der rasch zunehmende Elektrofahrzeug-Verkehr dar. Nur 10 % der Nachfrage können mit bestehenden Systemen befriedigt werden. Arjan van Timmeren: "Wir brauchen die smarten Technologien, um die Systeme zu etablieren“. Sein Forschungsinstitut beschäftigt sich daher mit einem Projekt namens "Future Proof Flexible Charging".

Die nächste Klimakonferenz findet in Katowice 2018 statt. Und: Am 15. Mai 2018 legt der Austrian World Summit den Fokus auf Städte und Regionen.

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