Akkutechnologie - 30.10.2017
Der japanische Technologiekonzern Toshiba hat einen Akku für E-Fahrzeuge angekündigt, der in sechs Minuten mit genug Leistung für 320 Fahrtkilometer geladen werden kann.

Momentan brauchen Schnelllader für das „Auftanken“ von 320 km Reichweite noch etwa eine halbe Stunde. Foto: Klimafonds / Ringhofer

Die Weiterentwicklung der auf Lithium und Titan basierenden „Super Charge Ion Battery“ (SCiB) habe nicht nur die Ladezeit verkürzt, sondern gleichezeitig auch die theoretisch mögliche Kapazität im Vergleich zum Vorgänger verdoppelt, berichtet „futurezone.at“. Möglich werde dies durch eine neue Anode, die aus einer Kombination aus Mischoxid-Titan und Niob besteht.

Das Material soll zudem auch die Gefahren der Überladung reduzieren, „da sich deutlich seltener metallisches Lithium an der Anode absetzen kann. Dies passiert meist bei besonders raschem Laden oder kalten Bedingungen, wodurch der Akku nachhaltig beschädigt oder auch in Brand geraten kann“, schreibt „futurezone.at“.

Nach Angaben von Toshiba verfügt der 50-Ah-Prototyp nach mehr als 5000 Ladezyklen noch über 90 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität. Erste Produkte mit der neuen Technologie sollen ab 2019 auf den Markt kommen, so „futurezone.at“.

Toshiba

Bericht „futurezone.at“

Kommentare  

#3 Fabian 2017-11-01 21:48
@Bernd Gewehr. Ausgehend von den derzeitigen Tesla-Superchar gern, die bereits jetzt max. 145kW liefern, ließen sich durch ausreizen der Spannungsfestig keit des verwendeten Typ 2 Steckers durch Spannungsverdop pelung auf 800V schon jetzt 290kW an Ladeleistung realisieren, bei 1000V etwas über 360kW.
Limitierender Faktor sind Fahrzeug und Batterie, die solche Laderaten eben noch nicht abkönnen, bzw. das fehlende Hochvoltsystem >400V
#2 Supercharger Mammutbaum 2017-11-01 10:41
Wie soll das funktionieren? die Kabeln müssten so dick sein wie die Wurzeln eines Mammutbaumes!!! Sonst würde nie und niemals die Stromstärke innerhalb dieser Zeit fließen können!!!
#1 Bernd Gewehr 2017-11-01 09:37
Anregung: warum werden die Fakten nicht so klar genannt, dass man eine Chance hat, mal was nachzurechnen? Die Kapazität des Akkus in Ah anzugeben, nützt ohne seine Spannung zu wissen nicht viel. Aber: Wenn ein 50Wh Akku in 6 Minuten (0,1h) zu 100% aufgeladen wird, wird eine Ladeleistung von ca. 500W benötigt. Wenn ein Akku aber für 320km Reichweite genügen soll, gehe ich von mindestens 60kWh aus. Bei einer Ladedauer von 6 Minuten benötigt man also 600kW Ladeleistung, das entspricht bei 400V Ladespannung immerhin 1.500A Stromstärke. Wie dick und schwer sollen die Ladekabel innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs sein, um solche Ströme ohne Überhitzung leiten zu können?

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