EU-Kommission - 12.10.2017
Wurde im August die in Medienberichten verbreitete angebliche Einführung einer Elektroauto-Quote durch die EU-Kommission noch dementiert, scheint es jetzt laut der „FAZ“ so weit zu sein.

Mit der Quote für Elektrofahrzeuge und anderen emissionsfreie Fahrzeuge wolle die EU-Kommission laut „FAZ“ ein klares Signal an den Markt senden. Foto: pixabay.com

Die Kommission wolle nach Informationen der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ die Automobilhersteller dazu verpflichten, dass mindestens 15 Prozent aller Neuwagen in Europa im Jahr 2030 mit einem Elektromotor oder anderen emissionsfreien Motoren ausgestattet seien. Die geplante Quote solle für alle gelten und nicht handelbar sein. Konkrete Vorschläge für die Elektroauto-Quote will die Europäische Kommission Anfang November vorlegen.

Außerdem sollen die Hersteller den CO2-Ausstoß zwischen 2021 und 2030 um ein Drittel verringern - momentan gelte die Vorgabe, den CO2-Ausstoß bis 2021 im Durchschnitt auf 95 Gramm je Kilometer zu senken, schreibt die „FAZ“. Der bisherige Grenzwert entspreche einem Verbrauch von rund 4 Litern auf 100 Kilometern und stelle die Branche schon jetzt vor Schwierigkeiten, „nicht zuletzt weil im Zuge der Dieselaffäre der Verkauf von CO2-emssionsärmeren Dieselfahrzeugen zurückgegangen ist“, so die „FAZ“.

Verfehlen die Hersteller die Ziele für ihre Flotte, könne das teuer werden: Jedes Gramm über dem Ziel soll von 2020 an 95 Euro pro verkauftem Auto kosten. Zur Förderung der Elektromobiliät wolle die Kommission unabhängig davon 800 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um Ladepunkte auszubauen, heißt es in der Printausgabe der „FAZ“ weiter: „200 Millionen Euro sollen in die Entwicklung der Batterietechnik fließen.“ Damit will die Kommission konkrete Projekte fördern, um die Batterien schnell marktfähig zu machen.

Bericht „FAZ“ online

Kommentare  

#3 energierebell 2017-10-12 21:09
eine Bankrotterkläru ng für die e-Mobilitätswen de mit Hinrichtung des eigenen Wirtschaftsstan dortes Europa

100% E-Mobilität bis 2030 das wäre eine "Ansage" gewesen mit Wirtschaftsaufs chwung, Friedensicherun g mit keine Kriege um Öl, als auch enormer Kaufkraftgewinn für die Regionen, da keine 16 Mrd. Jährlich für Energiezukauf an die Ölstaaten
#2 Martin Krill 2017-10-12 12:41
Vielleicht haben die sich ja auch nur verschrieben und 2020 gemeint ;-)
#1 Martin Leitner 2017-10-12 12:30
15% bis 2030 also. Quasi ein Eingeständnis von höchster Ebene, dass man mittlerweile fast 10 Jahre hinter den Chinesen herhinkt. Trotzdem werden solche Leute immer brav wiedergewählt. :-(

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